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Selbstbestimmt zuhause alt werden

Chancen durch Zusammenarbeit & Technologie

Europe/Vienna
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Rückblick


Alt werden betrifft uns alle. Doch unser Blick auf das Alter ist oft von Defiziten geprägt statt von Möglichkeiten. Diese Veranstaltung setzte bewusst einen anderen Fokus:
Auf Potenziale, digitale Lösungen und gemeinsames Handeln.

Pflege und Betreuung zeigen besonders deutlich, wie individuelle Bedürfnisse, gesellschaftliche Erwartungen und bestehende Strukturen aufeinandertreffen. In Österreich sind fast eine Million Menschen direkt betroffen. Rund 90 % der Pflege und Betreuung findet zuhause statt – getragen von Angehörigen. Immer mehr Menschen wollen auch im Alter selbstbestimmt zuhause leben. Dafür braucht es mehr als einzelne Lösungen:  verlässliche Netzwerke, neue Organisationsformen und ein gemeinsames Verständnis von Sicherheit.

„Selbstbestimmt zuhause alt werden“ brachte Menschen aus Pflege, Betreuung, Technologie, öffentlicher Hand und Zivilgesellschaft zusammen. Im Zentrum standen Austausch, Kooperation und eine zentrale Frage:
Wie gelingt gutes Altern zuhause – gemeinsam?

Konkrete Lösungen

Unsere Gesellschaft müsse konkrete Lösungen auf die Herausforderungen einer immer älter werdenden Bevölkerung finden - insbesondere zu den Fragen der Organisation und Finanzierung eines zunehmenden Bedarfes nach Pflege und Betreuung. Chancen bieten dabei community-basierte Ansätze und die Rolle von Innovationen und Digitalisierung. Der Wandel beginnt im Kopf – und wird wirksam durch gemeinsames Handeln.

Im Folgenden finden Sie die zentralen Impulse und Beiträge unserer geschätzten Teilnehmer:innen. Vielen Dank, dass Sie dabei waren. 



gesellschaftliche Entwicklungen gestalten

Als Energie AG sehen wir es als unsere Verantwortung, gesellschaftliche Entwicklungen aktiv mitzugestalten. Selbstbestimmt alt werden braucht neue Formen von Gemeinschaft und digitale Technologien, die Menschen im Alltag unterstützen und ein gutes Leben zuhause ermöglichen.“ so Dr. Leonhard Schitter, CEO der Energie AG bei der Eröffnung der Veranstaltung.



Innovation und Technologie als Notwendigkeit

Der oberösterreichische Landesrat Dr. Christian Dörfel wies auf die Notwendigkeit von Innovation und Technologie hin, um den Herausforderungen zu begegnen: „Die Digitalisierung spielt im Sozialressort des Landes Oberösterreich bereits in vielen Bereichen eine zentrale Rolle – von der Pflegedokumentation über die Sturzprävention bis hin zur Dienstplanoptimierung. Gleichzeitig soll sie ältere Menschen dabei unterstützen, ihren Lebensabend möglichst lange selbstbestimmt zu Hause zu verbringen.“

sorgende Gemeinschaften etablieren

Besonders großes Potenzial liegt in communitybasierten Ansätzen und Unterstützungsnetzwerken: „Wir müssen zu sorgenden Gemeinschaften werden“, betonte Andrea Wildberger, Obfrau des Sozialhilfeverbandes Freistadt. Sie zeigte eindrucksvoll, wie mit "WAlter - wirknetz Alter" eine von allen Gemeinden im Bezirk getragene Plattform für organisierte Nachbarschaftshilfe entsteht.



Altersbilder hinterfragen - Potentiale Nutzen

"Wir müssen Altersbilder hinterfragen" - Dafür plädierte Longevity-Experte Frank Leyhausen in seiner Keynote. Pointiert zeigte er, wie verzerrt und einseitig Altern in der medialen Kommunikation oft dargestellt wird und wie vielfältig die Lebensphasen, Bedürfnisse und Fähigkeiten älterer Menschen tatsächlich sind. Gleichzeitig machte er sichtbar, welches Potenzial hier liegt: So ist beispielsweise rund die Hälfte der Pensionist:innen in Österreich ehrenamtlich aktiv. Leyhausen plädiert dafür, ältere Menschen frühzeitig und aktiv in die Produkt- und Lösungsentwicklung einzubinden. 

HIER finden sie die Präsentation zum Download

Raum für Dialog und Vernetzung schaffen

Altern betrifft uns alle - Uns selbst, unsere Eltern, oder Menschen in unserem Umfeld.
Um Lösungen mit echtem Mehrwert zu entwickeln, braucht es vor allem ein tiefes Verständnis der realen Herausforderungen, so Stefan Arbeithuber. In zahlreichen Gesprächen mit Expert:innen aus Pflege und Betreuung, Technologiepartnern, Forschungseinrichtungen und insbesondere mit Senior:innen wurde schnell deutlich: tragfähige Lösungen entstehen nur durch Kooperation und Berücksichtigung unterschiedlicher Perspektiven. Genau daraus entstand der Impuls, alle Akteure zusammenzubringen, mit denen LINO Solutions im Austausch steht - und mit der Veranstaltung einen Raum für Dialog und Vernetzung zu schaffen.



zuhören, verstehen und Chancen erkennen

Wie die Energie AG Innovation systematisch im Konzern vorantreibt und welche Rolle die Wertstatt 8 dabei spielt, erläuterten Karin Dietachmayer und Christian Stein. Als hausinternes Innovationslabor schafft Wertstatt 8 den Raum, um neue Themen frühzeitig zu erkennen, Geschäftsmodelle zu entwickeln und zu erproben. Hier entstand auch die Idee zu Paula: Im Sinne eines radikal kundenzentrierten Ansatzes wurde das Suchfeld „älter werdende Gesellschaft“ gemeinsam mit den Betroffenen bearbeitet – in Gesprächen mit Pensionist:innen, Angehörigen, Trägerorganisationen, Expert:innen aus Pflege und Betreuung sowie mit Start-ups und Technologiepartnern.

Wie Paula hilft

Stürze passieren - Paula hilft, wenn man selbst keine Hilfe mehr holen kann: Stephan Knoll, Product Owner und Stefan Arbeithuber, Geschäftsführer von LINO Solutions zeigten, wie Paula sturzgefährdete Personen unterstützt. Die nicht invasive Lösung erkennt Aktivität und Inaktivität im Stromverbrauch und benachrichtigt bei Abweichungen. "Wir sehen noch viel Potential in der Verknüpfung mit bestehenden Rufhilfeangeboten und in der Vernetzung mit Dienstleistern im Sozial- und Gesundheitsbereich", so Stephan Knoll zu den nächsten Entwicklungsschritten. 

HIER finden Sie die Präsentation zum Download



Vertrauen in digitale Lösungen 

Dr. Melanie Karrer präsentierte die Ergebnisse der Begleitforschung zum Prototypen des Produktes "Paula", welche im Rahmen eines von der FFG geförderten Projektes von der FH Gesundheitsberufe Oberösterreich durchgeführt wurde. 
Zentral sei es, dass Nutzer:innen Vertrauen in das System gewinnen, indem die Zuverlässigkeit und Sicherheit kontinuierlich bestätigt wird. Empfehlungen zur Kombination mit bestehenden Rufhilfesystemen und zur Kooperation mit Partnerorganisationen wurden formuliert.

Technologien als Hebel nutzen

Wir als Gesellschaft werden nicht nur älter, sondern stehen zugleich vor einer historisch niedrigen Erwerbstätigenquote und sinkenden Geburtenraten. Daraus entsteht eine wachsende Lücke in der Pflege und Betreuung älterer Menschen. "Wenn man in der informellen Pflege keine Lösungen bietet, hat man im stationären Bereich ein riesengroßes Problem", erklärte Wolfgang Kratky.  „Assistive Technologien werden eine wesentliche Rolle spielen“ so Kratky weiter. Anhand des Vereins "AAL Zentrum Haus Esther" zeigte er, wie der Leichter-Leben-Raum älteren Menschen ermöglicht, neue Technologien kennenzulernen und Unterstützung selbstbestimmt zu erproben.



Alt werden beginnt bei der Geburt

Izolda Sabanovic von Mavie Next und curadomo brachte eine ganzheitliche Perspektive auf das Älterwerden ein: Es gehe darum, die gesamte Lebensreise abzubilden und neue Möglichkeiten der Digitalisierung wie z.B. Telemedizin gezielt zu nutzen. "Wir unterschätzen sehr stark die Lernfähigkeit und Offenheit von Menschen, die als älter bezeichnet werden." so Sabanovic. Digitale Lösungen müssten daher gemeinsam mit den Menschen entwickelt und diese bei der Anwendung aktiv begleitet werden, um Akzeptanz und Vertrauen nachhaltig zu stärken.

Hilfe annehmen heißt selbstbestimmt leben

"Es geht um die Wahrnehmung des eigenen Ichs im Alter - dass ich mir eingestehe, dass ich irgendwann Hilfe benötige" so Michael Kaindleinsberger von Samariterbund Linz. Hilfsbedürftigkeit müsse positiv besetzt werden – erst dann wird es möglich, länger selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu leben. Aktuelle Notrufsysteme sind häufig an kognitive und motorische Fähigkeiten gebunden, etwa das aktive Drücken eines Knopfes. Die Zukunft sieht Kaindleinsberger daher in der Kombination mit passiven Lösungen, die im Hintergrund Sicherheit schaffen, einfach zu installieren und kosteneffizient sind.



Prophylaxe statt Therapie

"Es freut mich, dass mit Paula ein Modell gefunden wurde, um ältere Menschen frühzeitig und wirksam zu begleiten", so Gabriele Rastinger, Obfrau des Pensionistenvereins der Energie AG. Der Grundsatz ist klar: Prophylaxe statt Therapie. Ein Fehlalarm ist kein Problem – er ist Prävention. „Ich bin überzeugt, dass man in gemäßigtem Alter beginnen sollte, assistive Technologien zu nutzen, weil man dann daran gewöhnt ist", so Rastinger weiter. Denn genau hier liegt der Hebel: Die Generation, die jetzt in Pension geht, ist grundsätzlich in der Lage, digitale Benutzerinteraktionen gut zu verstehen und sinnvoll zu nutzen.


Wie geht's weiter?

Wir laden Sie weiterhin ein, mitzudiskutieren, neue Kontakte und Kooperationen zu pflegen und gemeinsam darüber nachzudenken, wie selbstbestimmtes Leben zuhause auch in Zukunft gelingen kann. 

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Kontak​​​​t aufnehmen

Pflege 2040: Antworten auf den demografischen Wandel, 
LR Dr. Christian Dörfel

Begrüßung, Dr. Leonhard Schitter, CEO Energie AG Oberösterreich

Innovation in Pflege und Betreuung, Izolda Sabanovic

Herausforderungen in der Praxis, Michael Kaindleinsberger

Erfahrungen, Bedürfnisse und Wünsche von Senior:innen, Gabriele Rastinger

Innovationen für ältere Personen, Dr. Wolfgang Kratky

Impulse und Gesprächsrunde mit:

Vertrauen aufbauen und Sicherheit erleben – Ergebnisse einer Begleitforschung zu Paula, Dr. Melanie Karrer

Produkt Paula: Status, Ausblick und Potentiale, Stephan Knoll, Stefan Arbeithuber

Ursprung der Idee, Christian Stein, Karin Dietachmayr

Pflege 2040: Verantwortung neu denken. Zukunft gemeinsam gestalten. Es geht nicht nur um Pflege – sondern um gesellschaftliche Gestaltung. 
Dr. Andrea Wildberger

Key-Note: Alter neu denken - Warum Innovationen an veralteten Altersbildern scheitern und wie Altersgenialität helfen kann, Frank Leyhausen

Das war das Programm



Dr. Leonhard Schitter

CEO Energie AG Oberösterreich                                           

Eröffnung und Begrüßung


Dr. Christian Dörfel

oberösterreichischer Landesrat für Soziales, Integration und Jugend

Pflege 2040: Antworten auf den demografischen Wandel


Frank Leyhausen

Managing Director  R4 GmbH

Alter neu denken - Warum Innovationen an veralteten Altersbildern scheitern und wie Altersgenialität helfen kann


Dr. Wolfgang Kratky

wiss. Mitarbeiter und Leiter Digital Health, Geriatrische Gesundheitszentren Graz

Innovationen für ältere Personen


Dr. Andrea Wildberger

Bezirkshauptfrau Freistadt und Obfrau Sozialhilfeverband Freistadt       

Pflege 2040: Verantwortung neu denken – gemeinsam handeln


Dr. Melanie Karrer

FH Gesundheitsberufe Oberösterreich                                             

Vertrauen aufbauen und Sicherheit erleben – Ergebnisse einer Begleitforschung zu Paula.


Gabriele Rastinger

Obfrau Pensionistenverein Energie AG

Erfahrungen, Bedürfnisse und Wünsche von Senior:innen


Michael Kaindleinsberger

Leitung Heimnotruf und Essen auf Rädern, Samariterbund Linz

Herausforderungen in der Praxis


Izolda Sabanovic

Geschäftsführerin cura domo, Mitglied des erweiterten Führungsteams von Mavie Next GmbH                            

Innovation in Pflege und Betreuung


Dr. Karin Dietachmayr

Geschäftsführerin Wertstatt 8 GmbH und Head of Innovation Energie AG

Ursprung der Idee


Christian Stein

Geschäftsführer Wertstatt 8 GmbH                    

Ursprung der Idee


Stephan Knoll

Product Owner LINO Solutions GmbH

Produkt Paula: Status, Ausblick und Potentiale

Referent:innen


Stefan Arbeithuber

Geschäftsführer LINO Solutions Gmbh

Produkt Paula: Status, Ausblick und Potentiale


Charlotte Enzelsberger


Moderation

Mehr Sichtbarkeit für neue Wege des Alterns
Copyright und Bildrechte:  © LINO Solutions/Lauringer

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